Ringsport allgemein

 Ringsport

Neben der in Deutschland üblichen Schutzdienst Sportart VPG, gibt es noch weitere Schutzhund Sportarten, die der Auslastung und der Selektion von Gebrauchshunden dienen. Hierbei handelt es sich um die sogenannten Ringsportarten.
Offiziell gehören in den Kreis der Ringsportarten der Belgisch Ring, der Französisch Ring und Mondioring. In Deutschland gesellt sich noch die Arbeit des CGH dazu, den man als eine Mischform dieser Varianten ansehen kann.

Von der FCI offiziell anerkannt ist dabei nur der Mondioring, der somit als einzige internationale Ringsportart Anerkennung findet. In Deutschland wird diese Anerkennung vom VDH jedoch nicht “übernommen“. Der VDH hat seinen angeschlossen Verbänden, Vereinen und Ortsgruppen das Angebot des Mondioring untersagt. Das heißt natürlich nicht, dass es in Deutschland verboten ist dieser Sportart nachzugehen, denn beim VDH handelt es sich ja um den “Verband für das deutsche Hundewesen“ und nicht um eine gesetzgebende Institution aber in Deutschland kann man diesen Sport nur auf eigene Initiative ausüben, da die VDH angeschlossenen Vereine sich daran nicht beteiligen dürfen.

Jedoch egal welche Sportart man ausüben möchte, man kann sich natürlich auch als Privatperson oder als Interessensgemeinschaft jeglicher Art auf Plätzen einmieten wenn eine Ortsgruppe die Möglichkeit hat Zeiten auf ihrem Gelände abzutreten. So hat die eine Seite die Möglichkeit bereits vorhandenes Gelände zu nutzen und die andere Seite kann ihre Vereinskasse damit aufbessern.

Bei allen Ringsportarten handelt es sich um Arbeit im Vollschutz, die von vielen irrtümlich als Zivilarbeit bezeichnet wird. Es handelt sich dabei ausdrücklich nicht um zivile Arbeit. Der Vollschutzanzug, welcher bei der Zivilarbeit unter normaler Kleidung verborgen oder gar überhaupt nicht vorhanden wäre, dient eindeutig als Triebziel ohne welches der Hund das Interesse am Helfer verliert. Besonders gut ist das zu sehen, wenn innerhalb einer Menschengruppe gearbeitet wird. Kein Ringhund läuft Gefahr eine zivile Person mit dem “ Homme d'attaque“ zu verwechseln.

Jede Ringsportart hat ihre Besonderheiten die sie von den anderen unterscheidet. Diese genauen Unterschiede hier alle zu benennen würde den Rahmen sprengen aber vielleicht findet sich ja in Zukunft jemand kundiges, der dies einmal genauer für uns darlegt. Im groben sagt man, der Französisch Ring sei im Kreise der Ringsportarten für den Hund bezüglich der Belastungen am härtesten, der Mondioring sei am abwechslungsreichsten und der Belgisch Ring verlange die höchsten technischen Anforderungen. Natürlich hat jeder Ringsportler ein wenig seine eigene Sicht der Dinge und diese “Verallgemeinerungen“ sollen nur ein klein wenig die Unterschiede aufzeigen, eben in dem Rahmen der hier möglich ist.

Alles in allem sei gesagt, Ringsport, egal welcher Art ist höchst interessant, verlangt Hund und Hundeführer hohe Leistungen ab und ist jederzeit eine Reise wert. Wenn also jemand die Gelegenheit haben sollte eine solche Veranstaltung zu besuchen oder gar selber mit seinem Hund hinein zu schnuppern, dann los.