Rettungshundearbeit

Wofür Rettungshunde?

Man kann es wörtlich übersetzen: Um mit Hunden Menschen zu retten.

Janko vom EbelsbergImmer wieder gibt es Situationen, in denen Menschen verschwinden. Zum Beispiel können Kinder sich einfach verlaufen, demenzkranke Menschen finden den Weg nicht mehr zurück, Unfallopfer rennen im Schockzustand vom Unfallort fort, suizidgefährdete Menschen, Sportler die nach einem Sportunfall hilflos im Wald oder Graben liegen und und und ... Die Einsatzgebiete sind Grenzenlos. Hier spricht man von einer Flächensuche.

Bei Gasexplosionen, Erdbeben oder Flugzeugabstürzen kommen sog. Trümmersuchhunde in den Einsatz.

 

Warum Hunde?

Ein mittelgroßer Hund verfügt über ca. 220 Millionen Riechzellen, der Mensch hingegen nur ca. 5 Millionen. Er ist in der Lage, selbst in einer geruchsstarken Umgebung kleinste Geruchspartikel herauszufiltern und zu verfolgen. Ein Mensch verliert mit jeder Bewegung winzige Hautpartikel, die sich am Boden und in der Umgebung verteilen. Ein Rettungshund wird dazu ausgebildet, jede menschliche Witterung aufzuspüren, zu isolieren und zurückzuverfolgen.

 

 

Sucherfolg

Wenn der Hund die Person gefunden hat, hat er mehrere Möglichkeiten, diesen Fund anzuzeigen. Die häufigste Anzeigeart ist das Verbellen. Hier bellt der Hund bei der vermissten Person so lange, bis der Hundeführer bei ihm ist. Dann gibt es noch das Rückverweisen, wo der Hund nach dem Fund zum Hundeführer zurückläuft und bei ihm durch ein angelerntes Ritual (z.B. bellen, anspringen, etc.) anzeigt. Anschließend führt der Hund den Hundeführer sofort zu der vermissten Person. Die letzte Anzeigeart ist das Bringseln. Es ist dem Rückverweis sehr ähnlich. Beim Auffinden der Person nimmt der Hund ein am Halsband befestigtes Bringsel in den Fang und läuft zum Hundeführer zurück und signalisiert ihm damit, dass er gefunden hat. Anschließend führt er ebenfalls seinen Hundeführer zu der Person.

 

TabeaAusbildung

Eine Ausbildung dauert in der Regel 2 Jahre. Es zählt immer nur das Rettungshundeteam, welches sich aus Hund und Hundeführer zusammensetzt. Beide Seiten müssen entsprechend ausgebildet werden. Dazu gehört bei der Ausbildung Mensch z.B. Orientierung mit Karte und Kompass, Einsatztaktik, Erste Hilfe, Funk, Erste Hilfe am Hund, Kynologie und Lernverhalten vom Hund etc.

Neben dem Gehorsam lernt der Hund außerdem die Lenkbarkeit auf Distanz (das Detachieren), das Voraussenden und natürlich die Sucharbeit in den unterschiedlichsten Geländen zur Ausbildung. Dazu gehört auch die Gewöhnung an unterschiedliche Umwelteinflüsse wie Lärm, Feuer, Rauch , verschiedene Untergründe und andere Ablenkungen.

 

 

Einsatzfähigkeit

Einsatzfähig wird das Rettungshundeteam mit Ablegen einer Prüfung. In den meisten Fällen wird nach der "Gemeinsamen Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams gem. DIN 13050" geprüft. Hier handelt es sich um eine Prüfungsordnung der 4 größten Hilfsorganisationen – Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. (ASB) , Technisches Hilfswerk (THW), Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH). Der Malteser-Hilfsdienst (MHD) hat sich nachträglich dieser Prüfungsordnung angeschlossen.

 

Eignung und Auswahl

Für die Ausbildung zum Rettungshund soll die körperliche Eignung mit im Vordergrund stehen. Der Hund muss gesund und leistungsfähig sein. Folgende Eigenschaften sollte er mitbringen:

  • gutes aufgeschlossenes WesenBoyds Bullriding Elin

  • gutes Sozialverhalten

  • Unerschrockenheit und innere Sicherheit

  • belastbarer und ausdauernder Spiel- und Beutetrieb

  • ausgeprägter Such- und Stöbertrieb

  • Gehorsam

  • Geräuschunempfindlichkeit

  • Temperament

  • gutes Lernvermögen