Frisbee

Dogfrisbee

Dogfrisbee, die Funsportart schlechthin aus Amerika.


Bei dem Wort Dogfrisbee oder auch Discdog denken die meisten unweigerlich an “fliegende“ Hunde, die in atemberaubendem Tempo und mit spektakulären Sprüngen der Scheibe hinterher jagen um diese aus der Luft zu fangen. Kommen sie zu ihrem menschlichen Partner zurück, machen sie ein paar Rollen, Drehungen oder sonstige Tricks. Also ran die Scheiben und los.

Pebbles Nun ja, ganz so einfach ist es leider nicht. Hinter den spektakulären Bildern die man in TV und Zeitungen sieht, steckt langes und hartes Training,welches der motivierte Hundesportler aber gerne auf sich nimmt um mit seinem Hund diesen tollen Sport auszuüben.

Wichtig ist erst einmal, dass der Hundehalter selber lernt die Frisbeescheibe kontrolliert zu werfen und über den Boden zu rollen, damit das Verletzungsrisiko für den Hund minimiert wird. Parallel dazu kann man anfangen den Hund auf die Frisbeescheiben “heiß“ zu machen. Beutespiel heißt hier das Stichwort. Das bedeutet mindestens zwei Scheiben, laufen und zerren. Hat der Hund die eine Scheibe erbeutet, wird die zweite interessant gemacht usw. Als nächsten Schritt dann ruhig zwischendurch schon mal einen Roller einbauen.


Hat der Hund verstanden wie viel Spaß das Spiel mit der bunten Scheibe macht und dass der Spaß mit der einen Scheibe weiter geht wenn er die andere wieder mit zurück bringt , dann kann man anfangen das Fangen zu üben. Erst zieht man die Frisbee direkt vor der Schnauze des Hundes weg. Schnell genug um interessant zu sein und langsam genug, dass der Hund merkt er kann sie bekommen wenn er sich anstrengt. Funktioniert das, kann man anfangen die Scheibe flach und langsam zu werfen. Dabei darauf achten, die Scheibe wird niemals in Richtung Hund geworfen, immer nur von ihm weg. Mit der Übung kommt die Geschwindigkeit und man kann anfangen Sprünge und Tricks mit einzubauen. Dies hier zu erläutern würde den Rahmen sprengen aber es gibt geeignete Literatur dazu und in vielen Städten Deutschlands gibt es Gemeinschaften die diesen Sport ausüben und abgesehen davon, dass man sich da gegenseitig unterstützen kann, macht doch alles in gleichgesinnter Gesellschaft gleich doppelt Spaß.

 

PebblesDoch Frisbee wird ist nicht nur Fun, sondern es gibt auch richtige Ausscheidungen und Turniere. Hierbei gibt es drei Disziplinen.

Freestyle
Hierbei führt der Werfer eine 2 Minuten Kür nach selbst gewählter Musik vor. Hierbei sollten möglichst viele unterschiedliche Wurftechniken und Tricks mit dem Hund gezeigt werden. Von Schiedsrichtern wird dabei bewerten wie einfallsreich und gut vorgeführt die Kür ist, wie vielfältig und gut das Scheibenhandling ist ( 7 - 10 Scheiben werden verwendet) sowie der Gesamteindruck der Vorführung.

Mini – Distance
Hierbei wird mit nur einer Frisbeescheibe gespielt. Hierbei muss die Scheibe innerhalb von 60 bzw. 90 Sekunden so oft wie möglich geworfen und vom Hund gefangen werden. Hierbei werden Punkte für die gefangenen Würfe vergeben. Je größer die Entfernung, desto mehr Punkte gibt es. Sonderpunkte gibt es für Scheiben, die der Hund fängt während er in der Luft ist.

Long – Distance
Hier werden unabhängig von der Zeit 3 Würfe ausgeführt. Bei diesen geht es darum so weit wie möglich zu werfen und jeder Wurf der vom Hund gefangen wird zählt. Hierbei darf der Hund eine Startlinie nicht vor der Frisbeescheibe überqueren. Gewinner ist der mit dem weitesten gefangenen Wurf.

 

Welche Hunde eignen sich für Dogfrisbee?

Nun eigentlich alle die für ein Beutespielchen mit ihrem Besitzer zu haben sind. Manchen Hunden muss man den Spaß am Spiel erst noch beibringen aber die meisten bringen ihn von Natur aus mit. Zudem sollten es möglichst agile, bewegliche Hunde sein. Je größer und schwerer ein Hund wird, desto mehr Probleme wird er normalerweise bei der Koordination und dem Tempo haben. Ein Hollandse Herder ist mit ganz wenigen Ausnahmen, problemlos für die fliegenden Scheiben zu intressieren. Rennen, springen, Tricks lernen, liegt alles auf seiner Wellenlänge. Allerdings gibt es auch da Unterschiede, denn ein kräftiger x-Hollandse Herder Rüde mit höherem Gewicht und stabiler großer Statur wird hier und da Probleme mit dem Tempo und einigen Tricks bekommen, da er nicht so wendig ist wie kleinere Exemplare dieser Rasse. Zudem, je schwerer und größer ein Hund ist, desto stärker ist bei diesem Sport die Belastung auf Knochen und Gelenke, denn eines sollte nicht vergessen werden, für den Menschen ist Dogfrisbee, Spaß, Spiel, Zeitvertreib und eine Möglichkeit seinen Hund auszulasten, für den Hund ist es neben all dem vor allem eines, nämlich Hochleistungssport.