Hernien

Als Hernien werden sogenannte „Brüche“ bezeichnet, die definiert sind als eine Aussackung des Bauchfells durch eine umgrenzte Bruchpforte (z.B. die Bauchmuskulatur). In diesen Bruchsack lagert sich meist Fettgewebe vor, aber auch das Einklemmen von Darmanteilen ist möglich.

Am häufigsten ist dabei der „Nabelbruch“. Dieser ist charakterisiert durch eine mehr oder weniger große Aussackung des Bauchfelles mit Vorwölbung der äußeren Haut im Bereich des Nabels. In dieser Aussackung ist meist weiches Gewebe zu fühlen, u.U. lässt sich selbiges wieder in die Bauchhöhle zurückschieben so dass man genau fühlen kann wo die Bruchpforte liegt.

Solang der Bruch klein ist und nur Fettgewebe vorfällt, ist ein solcher Nabelbruch mehr ein Schönheits- als ein gesundheitlicher Fehler, häufig verwächst auch das vorgefallene Fettgewebe mit der Bruchpforte und verschließt sie dadurch.

Wenn jedoch Eingeweide o.ä. vorfallen und eingeklemmt werden, kann es zu tödlichen Problematiken kommen, die dringender tierärztlicher Behandlung bedürfen! – dies ist selten beim Nabelbruch, häufiger aber bei anderen Brüchen.

Meist kommen Nabelbrüche schon bei Welpen vor. Diskutiert wird, ob Nabelbrüche durch falsches Hochheben von Welpen (an den Vorderbeinen hochziehen) provoziert werden können.

Außer Nabelbrüchen kann es noch zu anderen Brüchen kommen, z.B. Leistenbruch (Bruchpforte im Leistenbereich), Hodenbruch (Vorfallen von Eingeweiden in den Hodensack), Perinealbruch (Bruchpforte im Bereich des Anus), uvm.

Als Ursache für Brüche gilt eine generelle Bindegewebsschwäche, die evtl. auch erblich sein kann.

 

Herder weisen kein gehäuftes Auftreten von Hernien auf.