Lebershunt

Mangelnde Ausbildung der Leber, da durch ein Bestehenbleiben von Blutgefäßen, die normalerweise nach der Geburt verschlossen werden, eine ausreichende Durchblutung der Leber nicht gewährleistet ist. So kann sie sich nicht korrekt entwickeln und ihre vielfältigen Aufgaben im Rahmen der Entgiftung des Körpers, Speichern und Verarbeiten von Nährstoffen, Produktion von Gerinnungsfaktoren für die Blutgerinnung nicht ausreichend erfüllen.

Ist der Shunt stark ausgeprägt, kann die Leber deutlich zu klein sein; ist er nicht so deutlich, kann die Leber auch normale Größe aufweisen.

Die Symptome können von kaum wahrnehmbar bis sehr massiv ausfallen. Hunde mit komplettem Shunt sterben meist früh, auch ein operativer Verschluss des Shunts kann nicht immer helfen.

Die Symptomatik ist sehr vielfältig, die Diagnose dadurch sehr schwierig.

Betroffene Hunde kümmern meist, sind wenig belastbar, manche fressen schlecht oder nehmen einfach nicht zu da sie die über die Nahrung zugeführten Stoffe nicht richtig verstoffwechseln können.

Lebershunts haben eine erbliche Komponente, betroffene Hunde sollten – selbst wenn sie nach OP evtl. als „gesund“ erscheinen – auf keinen Fall in die Zucht.

Selbst wenn die Elterntiere selbst keinen Lebershunt haben, aber Nachkommen mit Lebershunt zur Welt gebracht haben, sollte man sich einen weiteren Einsatz dieser Hunde als Zuchttiere gründlich überlegen!!

 

Beim HH ist mir das Auftreten von Lebershunts bislang nicht bekannt.