Tetanus

Pebbles mit Tetanus am 11.03.2007Wundstarrkrampf (Tetanus)

Die Ursache des Wundstarrkrampfes liegt in der Infektion des Hundes mit einem Bakterium, genauer gesagt mit Clostridium tentani. Cl. tetani findet sich v.a. in mit Stallmist überdüngten Flächen, in Kot (auch Hundekot) und im Darm - es ist also an vielen Orten vorhanden. Noch dazu ist es in Sporenform äußerst haltbar, so dass es in der Umwelt nicht effektiv bekämpft werden kann. Dieses Bakterium gelangt meist über Verletzungen (Pfotenbereich, Maulhöhle) in den Tierkörper. Es vermehrt sich in Wunden, wo wenig bis gar kein Sauerstoff vorhanden ist oder sich schon andere Bakterien angesiedelt haben. Die Symptomatik wird jedoch nicht durch das Bakterium als solches, sondern durch von ihm gebildete Giftstoffe (Toxine; hier: Tetanospasmin, Tetanolepsin) hervorgerufen.

Das Tetanospasmin bindet sich an Nervengewebe, das an die Muskulatur angrenzt und "wandert" bis zum Rückenmark hoch. Dort sammelt es sich in der sog. "Grauen Substanz" (ein Teil des Toxins wandert aber noch weiter, bis es ins Gehirn gelangt -> dadurch kommt die Kopfform der Infektion zustande, s.u.). Es verhindert so, dass vom Rückenmark ausgehend Signale zur Muskulatur gesendet werden mit der Nachricht "entspannt euch", was dazu führt, dass die Muskulatur immer angespannt, steif und verhärtet ist. Dadurch wiederum kommt es zu den typischen Symptomen der Tetanus-Infektion, die meist 5-21 Tage nach der Infektion auftreten:

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Erfahrungsbericht Tetanus

Pebbles mit Tetanus am 27.02.2007Ende Februar 2007 erkrankte meine Hollandse Herder Hündin Pebbles an Tetanus (Wundstarrkrampf), einer Krankheit die bei Hunden so selten ist, dass es Tierärzte gibt die sagen ein Hund oder eine Katze könne daran nicht erkranken. Das dies nicht wahr ist, beweist nicht nur die Krankengeschichte meines Hundes sondern auch die einiger anderer, die häufig zuerst auf andere Krankheiten hin behandelt wurden, weil Tetanus aufgrund seiner Seltenheit oft erst spät erkannt wird. Manchmal vielleicht zu spät?

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