Gebärmuttervereiterung (Pyometra)

Vereiterung der Gebärmutter durch Eindringen krankmachender Bakterien in die Gebärmutter während der Läufigkeit. Tritt meist 4-8 Wochen nach der letzten Läufgkeit auf, betroffene Tiere trinken meist vermehrt, haben u.U. Fieber, sind schlapp, und haben übelriechenden Scheidenausfluss. Sie können aber auch keinen Scheidenausfluss haben, fieberfrei sein und normal lebhaft, so dass nur genaues Beobachten der Hunde einen Hinweis gibt.

Eine Gebärmuttervereiterung tritt bei nicht-kastrierten älteren Hündinnen häufig auf, kann aber auch bei Hündinnen auftreten denen nur die Eierstöcke entfernt, die Gebärmutter aber im Tier belassen wurde.

Da die Bakterien in der Gebärmutter zu starker Eiterbildung führen, kann es zu einer Vergiftung des Tieres kommen. Platzt die Gebärmutter, weil sie zu stark mit Eiter gefüllt ist, kommt es wie bei der Magendrehung zu einer Bauchfellentzündung, die nahezu immer tödlich ist. Deswegen sollte mit jeder Hündin, die einige Zeit nach der letzten Läufigkeit ihr Verhalten verändert (s.o.) zum Tierarzt gegangen werden! Je nachdem wie stark die Gebärmutter schon mit Eiter gefüllt ist kann nur noch eine schnelle (Not-) OP das Leben der Hündin retten.

Über kurz oder lang ist so gut wie jede Gebärmuttervereiterung tödlich wenn sie nicht behandelt wird.

Um ein altes Vorurteil auszuräumen: auch Hündinnen, die einen oder mehrere Würfe hatten, können an einer Gebärmuttervereiterung und/oder Gesäugetumoren erkranken! Welpen gehabt zu haben ist KEIN Schutz!!

 

Der HH tendiert nicht mehr zu Gebärmuttervereiterung als alle anderen Rassen auch.

Gesäugetumore (Mammatumore)

Kommt bei vielen alten Hündinnen vor - besonders bei nicht oder erst spät (nach der 2. bzw. 3. Läufigkeit) kastrierten Hündinnen.

 

Der HH ist nicht mehr oder weniger gefährdet als andere Hunderassen auch..

Kryptorchismus

Bezeichnet ein männliches Tier, bei dem ein oder beide Hoden bis zur vollendeten 8. Lebenswoche nicht im Hodensack liegen. Es wird unterschieden in inguinalen Kryptorchismus (= Hoden liegt in der Leistengegend) oder abdominellen Kryptorchismus (= Hoden liegt im Bauchraum).

Zum Zeitpunkt der Geburt befinden sich die Hoden noch im Bauchraum, im Bereich der Leistengegend, von wo aus sie weiter in Richtung Hodensack absteigen. Der Hodenabstieg ist normalerweise mit 4-6 Wochen abgeschlossen, kann aber auch noch verspätet bis zum etwa sechsten Lebensmonat erfolgen. Danach kann vom Kryptorchismus gesprochen werden, so nicht beide Hoden im Hodensack zu tasten sind. Da sich mit dem 6. Lebensmonat der Leistenring, durch den der Hoden beim Abstieg "wandern" muss, schließt, ist ein Abstieg der Hoden bei Tieren älter als 6 Monaten kaum mehr möglich.

Häufig ist ein Hoden komplett abgestiegen, der andere verbleibt im Bauchraum. Solche Rüden sind zeugungsfähig! Hoden, die im Bauchraum verbleiben, entarten oft, da die Temperatur dort für sie zu hoch ist. Auch sind deswegen meistens Hoden, die in der Bauchhöhle liegen, nicht in der Lage, Spermien zu bilden. Es kann aber NICHT ausgeschlossen werden, dass sie es doch können! Das bedeutet, dass auch Rüden die z.B. einen intakten Hoden hatten und kastriert worden sind, deren zweiter Hoden aber in der Bauchhöhle belassen wurde, u.U. noch erfolgreich (!!) decken können!

Hin und wieder werden Rüden vorgestellt, bei denen vorberichtlich zunächst beide Hoden im Hodensack zu tasten waren, später aber nur noch einer. Häufig heisst es dann, der eine Hoden würde hin und wieder "hochgezogen" werden. Wie o.g. ist dies nicht möglich, da sich der Leistenring mit 6 Monaten schließt. Weil der Leistenkanal sehr weit sein muss, um einen voll ausgebildeten Hoden passieren zu lassen, wäre also bei einer OP zu erwarten dass der Hoden normalgroß, frei beweglich und der Leistenring so groß ist, dass der Hoden ohne Probleme in den Hodensack verlagert werden kann. In Kliniken hat dies nicht festgestellt werden können, so dass davon ausgegangen wird dass bei Hunden, die zunächst "beide" Hoden hatten auf der einen Seite der Nebenhoden fälschlicherweise für den Hoden gehalten wurde. Es handelt sich also auch um Kryptorchiden, da der Hodenabstieg nicht komplett ist.

Kryptorchismus hat eine erbliche Komponente. Das bedeutet, dass kryptorchide Rüden nicht in die Zucht sollten - selbst wenn sie mit ihrem evtl. vorhanden einen normalen Hoden selbstverständlich erfolgreich züchten könnten.

 

Der HH ist nicht für gehäuftes Auftreten von Kryptorchismus bekannt.