C-Serie

C = normales Pigment
c(ch) = chinchilla
c(e) = extrem-chinchilla
c(p) = platin (= elfenbein)

Die C-Serie bewirkt eine Aufhellung des Phäomelanins und hat keinen Einfluss auf das Eumelanin. So wird nur alles rot das am Hund vorkommt, aufgehellt. Der Chinchillafaktor bewirkt eine Aufhellung des rot-Farbtones zu hellerem tan oder gold.
Durch den Extremchinchilla-Faktor erfolgt eine weitere Aufhellung zu Creme.
Durch Platin dann eine Aufhellung zu Weiß (meist mit leichtem cremefarbigen Schimmer).
Das erklärt auch die Frage ob es silbergestromte Herder gibt: JA.
ABER: ob sie intensiv goldgestromt, richtig silbergestromt oder irgendeinen cremeton haben, ist auf genetischer Ebene bzw. optisch nicht leicht zu bestimmen.
Wie sich die Gene der C-Serie untereinander verhalten – Ko-Dominant oder nicht – ist noch nicht vollständig geklärt. So könnte z.B. ein Tier mit dem Genotyp c(ch)c(p) optisch aussehen wie ein c(e)-Tier.
Im Endeffekt beruht alles auf einer unterschiedlichen Aufhellung des Phäomelanins bis hin zu weiß.

Beim gelben Langhaar-Herder treten mitunter (wie beim Tervueren) Tiere mit „umgekehrter“ Maske auf: die Fläche, die bei einem Black-and-Tan-Tier die Tan-Abzeichen hätte, sind hier weiß bzw. sehr hell cremefarben. Es konnte dafür noch kein eigenes Gen isoliert werden, jedoch wird dieses Farbverteilungsmuster „urajiro“ genannt da es aus dem japanischen Sprachraum übernommen wurde und es bislang keine europäischen Ausdrücke dafür gibt. Akita und Shiba-Inu zeigen diese Farbverteilung häufig.
Das Urajiro-Muster tritt vornehmlich bei roten Hunden auf, jedoch können solche Tiere dennoch eine Maske zeigen und so im Gesicht die Urajiro-Zeichnung verschleiert werden. Wie sie zustande kommt ist noch ungeklärt, evtl. spielt die Körpertemperatur eine Rolle: dort wo es kälter ist = Extremitäten, Schnauze wird kein Pigment gebildet.
Da vermutet wird, dass diese Zeichnung mit zur C-Serie gehören könnte, habe ich sie hier der Vollständigkeit halber mit aufgenommen.