Beasty Boy of Flying Attacks

Hollandse Herder FCI (m)

Wurfdatum: 01.04.2009

Größe: 64 cm

Gewicht: 33 kg

Mutter: Anat des Crocs de l'Olympe

Vater: Veloce des Fonds de Gueule

Abstammung

Beasty Boy

Beasty Boy

Alltag:

Beast ist im Haus ruhig, verschmust, nicht fordernd. Er folgt mir auf Schritt und Tritt, am liebsten auch mit zur Toilette. Mit meinen andern beiden Hunde (Rüden) versteht er sich super, manches Mal gibts Streit um bestimmte Ressourcen (meistens Spielzeug oder Futter), aber das kann ich relativ leicht unterbinden. Zu den Katzen ist er freundlich, er spielt mit ihnen, lutscht sie leidenschaftlich gerne ab und teilt auch den Schlafplatz mit ihnen.

Besucher sind für ihn potenzielle Feinde, da kann ich ihn auch nicht vom Gegenteil überzeugen. Ginge es nach ihm, würde er alles fressen was auf unser Grundstück kommt. Er braucht hier eine sehr konsequente und unnachgiebige Führung, damit er nicht aus dem Gehorsam ausbricht und am Besucher "nascht". Nach einiger Zeit und wenn er mir glaubt, dass der Besuch nichts Böses will, kann er sich dann aber entspannen. Anfassen ist aber nicht drin.

Bei bekannten Personen oder der Familie ist er freundlich, aber eher desinteressiert und würde von sich aus keinen Kontakt aufnehmen. Hab bei Begegnungen und direktem Kontakt mit anderen, bekannten Menschen immer ein Auge auf ihn, weil er blitzschnell zeigt, wenn ihm was nicht passt. Er verhält sich grundsätzlich dominant und lässt sich nichts gefallen. Er dreht auch schnell hoch und wird dann frech, wenn jemand anders außer mir mit ihm spielen möchte.
Fremde Menschen werden von Beast erstmal ignoriert, das musste ich allerdings auch erst trainieren, da er im Alter von ca. 6 Monaten die Phase hatte, bei Begegnungen mit fremden Personen nach vorn zu gehen. Das Ignorieren funktioniert mittlerweile gut, er spannt sich aber nach wie vor an, wenn er von einer Fremdperson direkt angesprochen wird und würde - so wie ich ihn einschätze - auch sofort nach vorn gehen, wenn er nicht im Gehorsam steht in so einer Situation.
Kinder kann ich schlecht sagen, er hat nicht oft Kontakt. Die paar Kinder, die er kennt werden ignoriert - würde ihn aber nicht so ohne weiteres mit Kinder zusammenlassen.
Beim Spaziergang werden Menschen, Radfahrer, Jogger und andere Hunde ignoriert. Jagdtrieb ist sehr stark vorhanden, mittlerweile aber kontrollierbar.

Mit ihm bekannten Hunden ist er problemlos verträglich, mit Rüden wie auch mit Hündinnen. Er neigt allerdings etwas zum Mobben, vor Allem bei kastrierten Rüden.
Fremde Rüden gehen gar nicht. Er hat eine sehr dominante und unnachgiebige Grundhaltung, er geht zwar nicht sofort drauf, aber er provoziert so lange, bis sich der andere Rüde zur Wehr setzt - und dann kracht es sofort.
Mit fremden Hündinnen funktioniert es bedingt, zeigt sich die Hündin unterwürfig oder spielbereit ist es kein Problem - bei dominanten oder zickigen Hündinnen würde er sich wohl auch nichts schenken.
Bei Welpen oder Junghunden neigt er zum gnadenlosen Mobben, zwar ohne jegliche direkte Aggression, aber sehr penetrant.

In ihm bekannten Situationen bleibt er ruhig und gelassen. Stadtbesuche, Restaurantbesuche oder Ähnliches sind kein Problem. In Situationen die ihn verunsichern, zeigt er schnell Nerven und sucht Entlastung in dem er nach vorne geht. Ich muss ihm hier sehr ruhig und klar die Richtung zeigen.
Wenn meine andern beiden Hunde in solchen Situationen dabei sind, neigt er auch dazu, an ihnen seine Nerven zu erleichtern. Vorausschauendes Führen ist bei ihm Voraussetzung.


Sport:

Beast wird in der Fährte, Obedience und Agility geführt.
Er hat eine hohe Arbeitsbereitschaft und Eigenmotivation - er ist ein Beutegeier und arbeitet hauptsächlich für Beute, Futter sieht er als geringwertig an, nimmt er aber mittlerweile wenigstens an, was anfangs gar nicht der Fall war.
Er lernt unheimlich gerne und schnell, jedoch muss man ihm in kleinen Schritten und mit viel Ruhe erklären, was genau man erwartet. Wenn er etwas nicht versteht, fehlt ihm meistens die Geduld und er geht in die Nerven. Dann bellt er, sucht sich was zum Entlasten und kann sich dann schlecht konzentrieren. Durch Free Shaping mittels Clicker und einer sehr ruhigen Arbeitsweise konnte ich das aber relativ gut in den Griff kriegen. Mittlerweile denkt er erst nach, bevor er hoch geht .
Er ist auf jeden Fall ein nervlich angekratzter Hund mit nicht unwesentlicher Linkslastigkeit. Dabei ist er aber ein weicher Hund, der keine Zwänge benötigt.

In der Fährte hat es etwas gedauert, bis er sich darauf einlassen konnte. Anfangs wollte er absolut kein Futter aufnehmen, er hat draußen generell kein Futter angeschaut. Nun ist er aber ein ordentlicher Sucher, manchmal noch etwas zu schnell und auch etwas hektisch, wenn er unsicher wird - aber er hat schon gute Fortschritte gemacht.
Obedience ist seine Lieblingsdisziplin, davon kann er nicht genug kriegen. Er ist hochmotiviert, manchmal etwas laut (wir arbeiten noch an seiner Geduld...) und er will grundsätzlich immer alles richtig machen.
Im Agility hatten wir auch so unsere Startschwierigkeiten. Er ist sehr führig, achtet unheimlich auf mich und ist enorm schnell. Jedoch standen und stehen ihm manchmal auch heute noch seine Nerven im Weg. Seine Anspannung im Agi ist sehr groß, aber er lernt langsam, sich im Zaum zu halten. Durch seinen Versuch, alles so schnell wie möglich abzuarbeiten, hatte er am Anfang Schwierigkeiten, die Stangen oben zu lassen. Auch das haben wir jetzt im Griff.
Worauf ich achten muss, ist kurze Einheiten zu trainieren, eine Sequenz öfter hintereinander laufen ist tödlich, er dreht dann enorm hoch in dem Versuch, noch besser und besser zu werden. Dann fliegen wieder die Stangen und er wird unkonzentriert und hibbelig.

Zusammengefasst ist er bei der Arbeit ein Hund, den man ruhig und klar führen muss, Beute muss gut geplant eingesetzt werden und er braucht zwischen den Einheiten die Möglichkeit, runterzufahren und "den Kopf freizukriegen" - dann bleibt sein Erregungsniveau auf einem optimalen Level.