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Herzlich Willkommen beim Hollandse-Herder-Portal

 

Hier finden Sie zusammen getragene Informationen rund um den Hollandse Herder.

Veranstaltungen

Wir möchten von den unterschiedlichsten Veranstaltungen rund um den Hollandse Herder berichten. Mal global, um zu erklären worum es geht und mal ganz konkret von bestimmten Veranstaltungen.

erfolgreiche HH

Der Hollandse Herder hat in nahezu alle Sportarten Einzug gehalten, in denen diese Rasse auch immer wieder und immer häufige Erfolge feiern darf.

Diesen Erfolgen möchten wir hier Platz bieten und sie präsentieren. Als Anerkennung an die Hunde, aber auch als Anerkennung an die Hundeführer, die sich auf das "Abenteuer" Hollandse Herder eingelassen haben und ihre Hunde mit Herz und Verstand ausbilden um sie bei Prüfungen und Turnieren zu präsentieren.

Mein Hollandse Herder

Hier möchten wir euch als Halter eines oderer mehrerer Hollandse Herder die Gelegenheit geben euren Hund vorzustellen. Im Gegenzug bekommen so Interessenten an dieser Rasse einen kleinen Einblick in das Leben mit einem Hund dieser Rasse und wer weiß, vielleicht hilft es dem ein oder anderen ein bisschen bei der Entscheidung ob der Hollandse Herder der richtige Hund für ihn ist oder nicht.

 

Bei jedem Hund ist angegeben ob es sich um einen FCI Herder oder einen X-Herder handelt. Nach kurzer Überlegung die Beschreibungen nach diesem Kriterium zu sortieren, habe ich diesen Gedanken wieder ad acta gelegt, denn teilweise mag es bei diesen Zuchtrichtungen große Unterschiedegeben aber teilweise verschwimmen die Grenzen durch gleiche Vorfahren stark, so dass unter Umständen ein falscher Eindruck entstehen könnte wenn Hunde aus bestimmtn Linien hier einfach häufiger beschrieben würden als andere.

 

Aus diesem Grunde bleibt es Interessenten nicht erspart sich durch die einzelnen Beiträge zu arbeiten, aber jeder der sich für die Rasse Hollandse Herder interessiert sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass es bei eben dieser Rasse noch um einiges wichtiger ist, sich vor der Anschaffung seines Vierbeiners eingehend zu erkundigen was für einen Hund er sich ins Haus holt. Denn die Unterschiede innerhalb der Rasse können immens sein.

 

Die Beschreibungen der Hunde wurden von denen verfasst die sie am besten kennen, ihren Besitzern. Allerdings sollte man sich der Tatsache bewusst sein, das Beurteilungen der eigenen Hunde immer mehr oder weniger subjektiv sind.

 

Sport und Dienst

Der Hollandse Herder eignet sich für nahezu jeden sportlichen Einsatz. Ob VPG, Agility, Obedience, THS, Dog-Frisbee, Flyball oder in der Rettungshundearbeit, überall sind sie zu finden. Sicherlich ist nicht jede Sportart dafür geeignet, jeden Hollandse Herder restlos auszulasten aber es gibt nichts wofür er sich nicht eignet und just for fun macht er alles mit.

 

Baghira vom Torfmoorsee

 

Auch im Dienst ist der Hollandse Herder häufig anzutreffen. Überall auf der Welt in allen möglichen Bereichen des Diensthundewesens erfüllt er wichtige Aufgaben.

 

Ringo van de Vastenow

Der Hollandse Herder

 

Bei dem Hollandse Herder ist manches etwas komplizierter als bei den meisten anderen Rassen, denn es gibt bei ihm die Unterscheidung in den Hollandse Herder FCI und den xHollandse Herder.

Beide Hollandse Herder "Arten" haben ihre Liebhaber. Und beide haben ihre Erfolge im sportlichen Bereich genauso wie in den Wohnzimmern ihrer Besitzer.

 

 

FCI Herder Sari van de Boermastreek x-Herder Joy vom Kamphuis Kennel

FCI Herder Sari van de Boermastreek      x-Herder Joy vom Kampuis Kennel

 

Erfahrungsbericht Schilddrüsenunterfunktion

 

Mit diesem Bericht möchte ich zeigen, wie schwierig es sein kann, auf die richtige Diagnose zu kommen, wie stark die Beeinträchtigung von Hund und Hundeführer (im weiteren Text "HF" genannt) sein kann und welche Konsequenzen diese Erkrankung für das weitere Zusammenleben nach sich zieht.

 

Er ist nicht gedacht als umfassender Bericht über die Schilddrüsenerkrankung als solche, denn jeder Hund mit Schilddrüsenerkrankung zeigt unterschiedliche Symptome. Manche haben starke körperliche, andere starke psychische Probleme. Manches ist allen gemein.

Hier beschreibe ich ausschließlich das, was ich bei meinem eigenen Hund beobachten konnte. Dabei bemühe ich mich, es so objektiv wie möglich darzustellen, was einem selbstverständlich als Besitzer nicht immer 100%ig gelingt.

 

Herbst/Winter 2004:

Im November 2004 erfülle ich mir mit meinem Langhaarigen Holländischen Schäferhund "Kenji" einen jahrelang gehegten Traum. Dass er gelb und nicht gestromt ist und somit nicht dem Standard entspricht, interessiert mich nicht.

Bis zum Alter von drei Monaten ist er ein rundum unauffälliger, normaler Welpe. Mit drei Monaten bekommt er eine ziemlich heftige fiebrige Erkältung, die er recht gut übersteht. Auch danach entwickelt er sich zunächst wie gleichaltrige Tiere weiter, wobei auffällig ist, dass er recht schnell recht groß wird, dabei aber sehr schmal, weich in den Gelenken und schlaksig bleibt. Auch als er sein Welpenfell verliert, will sein Fell so gar nicht wirklich länger und dichter werden, wie man es bei einem langhaarigen Hund ja nun eigentlich erwarten würde.

Im Alter von vier Monaten (Januar 2005)

Weiterlesen: Erfahrungsbericht Schilddrüsenunterfunktion

Standard xHH

Immer wieder sprechen einzelne bei x-Hollandse Herdern von einer Größe außerhalb des Standard und von Fehlfarbe.

xMechelse Herder blauDazu hier eine Kleinigkeit. Der x-Hollandse Herder ist nicht nach Vorgaben der FCI oder irgendeines Rasseverbandes gezüchtet. Die Zucht des x-HH richtet sich normalerweise ausschließlich nach dem Leistungsprinzip. Zudem steht ja auch das X für eingekreuzte Rassen.

Das bedeutet, für den x-Hollandse Herder gibt es keinen Standard. Es gibt keine Vorgaben bezüglich Größe, Gewicht oder Farbe. Im gleichen Wurf können Hunde unterschiedlicher Farbe fallen, wie es sehr anschaulich auf dem unteren Bild zu sehen ist. Die gelben heißen xMechelaar, die gestromten xHerder und dann gibt es auch noch die Farbe blau, die eigentlich eine Aufhellung der scharzen Farbe ist. Beim x-Mechelaar macht sich das nur in der sonst schwarzen Maske bemerkbar und beim x-Herder führt dies zu einem graublauen Schimmer über dem kompletten Fell. Ein Besitzer eines blauen xHH meinte einmal, sein Hund sehe aus als wäre er in einen Mehlsack gefallen.

Also, beim xHollande Herder gibt es keinen Standard, dementsprechend auch keine Fehlfarbe oder Übergröße.

 

Hollandse Herder Wurfgeschwister

Standard des FCI HH

Ursprung: Niederlande

F.C.I.-Standard Nr. 223 / 02. Februar 1990 / D

 

Allgemeines Erscheinungsbild: mittelgroßer, mittelschwerer, gut bemuskelter Hund von kräftigem, gut proportioniertem Körperbau, Ausdruck intelligent, Temperament lebendig.

Hollandse Herder Boyds Bullriding GlenmoreCharakter: anhänglich, gehorsam, folgsam, wachsam, arbeitsfreudig, sehr treu und zuverlässig, anspruchslos, von großer Ausdauer, stets aufmerksam, aktiv und mit den Eigenschaften eines echten Schäferhundes ausgestattet.

Massenverhältnis/Größe: Der Körper ist im Verhältnis von ungefähr 10 zu 9 länger als die Höhe am Widerrist.

Widerristhöhe für Rüden: 57 - 62 cm

Widerristhöhe für Hündinnen: 55 - 60 cm

Gangwerk: fließend, geschmeidig, natürlich. Der Bewegungsablauf darf nicht steif und gezwungen sein, aber auch nicht schwebend und zu weit ausgreifend.

Kopf: Größe in guter Proportion zum Körper; Form eher länglich, nicht massig. Ohne Falten und trocken. Der Fang ist etwas länger als der flache Schädel.

Der Nasenrücken ist gerade und parallel mit dem Schädel. Stop wenig ausgeprägt. Lefzen gut anliegend. Bei der Rauhhaarvarietät scheint der Kopf eine mehr viereckige Form zu haben, was nur eine optische Täuschung ist.

Hollandse Herder Boyds Bullriding EccoOhren: eher klein als groß. Im Erregungszustand straff aufgerichtet und nach vorn gerichtet. Hoch angesetzt. Form nicht löffelförmig.

Augen: dunkel gefärbt, mittelgroß, mandelförmig (nicht rund), etwas schräg platziert.

Nase: immer schwarz.

Gebiss: kräftig und regelmäßig entwickelt. Bei geschlossenem Fang greifen die Schneidezähne des Oberkiefers schließend über die Schneidezähne des Unterkiefers (sog. Scherengebiss).

Hals: verlangt wird ein nicht zu kurzer, trockener Hals, ohne Wamme, der allmählich in die obere Linie des Rumpfes übergeht.

Körper: kräftig, Rippen leicht gewölbt. Brust tief, aber nicht schmal. Die untere Linie des Brustkorbes geht allmählich in die Bauchlinie über. Rücken kurz, gerade und kräftig. Lenden kräftig, weder lang noch schmal. Die Kruppe darf nicht kurz oder abfallend sein.

Vorderläufe: kräftig, gut bemuskelt von solidem Knochenbau. Senkrecht, in Form einer Geraden, aber mit ausreichender Federung im Vorderfußwurzelgelenk. Schulterblätter am Brustkorb gut anliegend und schräg. Oberarm von guter Länge.

Pfoten: Zehen eng anliegend und gewölbt, wodurch eine lange Pfote vermieden wird. Nägel schwarz, Ballen elastisch und von dunkler Farbe.

Hinterläufe: Ebenfalls kräftig, gut bemuskelt und von solidem Knochenbau. Kniegelenk mäßig gewinkelt, wodurch ein übertrieben schräger Verlauf des Oberschenkelknochens vermieden wird. Auch am Sprunggelenk ist eine mäßige Winkelung erwünscht, so dass sich der Mittelfuß senkrecht unter dem Sitzbeinhöcker befindet. Keine Afterkrallen.

Rute: In Ruhe gerade oder hängend und leicht gebogen, reicht sie bis zum Sprunggelenk. In der Bewegung wird sie elegant getragen, jedoch nie seitlich oder als Ringelrute.

a) K u r z h a a r

b) L a n g h a a r

c) R a u h h a a r



a) K u r z h a a r: Gewünscht wird am ganzen Körper ein recht hartes, nicht zu kurzes Haar mit reichlich Unterwolle. Kragen, Hosen und befederte Rute müssen deutlich sichtbar sein. Farbe: mehr oder weniger deutlich auf braunem Untergrund (Goldgestromt) oder auf grauer Grundfarbe (silbergestromt) gestromt. Die Stromung erstreckt sich über den ganzen Körper, auch an Kragen, Hosen und befederter Rute.
Viel schwarzes Deckhaar ist unerwünscht. Schwarze Maske bevorzugt.


b) L a n g h a a r: Am ganzen Körper langes, schlichtes, anliegendes sich grob anfühlendes Haar ohne Locken oder Wellen mit reichlich Unterwolle. Kopf, Ohren, Pfoten und Hinterläufe unterhalb des Sprunggelenkes haben kurzes und dichtes Haar. Die Hinterseite der Vorderläufe zeigt stark entwickeltes, nach unten zu an Länge abnehmendes Haar, die sog. Federn. Rute rundum reichlich behaart. Keine Fransen an den Ohren. Farbe: wie für Kurzhaar.


c) R a u h h a a r: am ganzen Körper wird dichtes, hartes, buschiges Haar gewünscht, mit - am Kopf ausgenommen- dichter Unterwolle. Das Haarkleid muss dicht geschlossen sein. Ober- und Unterlippe reichlich behaart (sog. Schnauz- und Kinnbart), nicht weich, gut abstehend. Struppige, gut vorstehende Augenbrauen. Auf dem Schädel und an den Wangen ist das Haar weniger stark entwickelt. Rute rundum stark behaart. Stark entwickelte Hosen sind erwünscht. Farbe: Blaugrau und Pfeffer- Salz, silber- und goldgestromt. Die Stromung kommt beim Rauhhaar -im Gegensatz zu den anderen Varietäten- im Deckhaar weniger deutlich zum Ausdruck.

Fehler: zu viel Weiß an Brust oder Pfoten, weißer Streifen oder Fleck irgendwo anders am Körper. Nasenschwamm anders als schwarz, schlaff herabhängendes oder löffelförmiges Ohr, Fehlerhafte Farbe oder Zeichnung, zu viel schwarzes Deckhaar, Vor- oder Rückbiss, Ohren oder Rute kupiert, Ringelrute.

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

Geschichte xHH

Der x-Hollandse Herder hat seinen Ursprung in den gleichen Hunden wie der Hollandse Herder FCI, aber sein weiterer Werdegang war ein anderer.

Hollandse Herder PebblesMitglieder der Königlich Niederländischen Polizeihunde Vereinigung (KNPV) bedienten sich in der Zucht ihrer Polizeihunde ebenfalls des Hollandse Herder, jedoch wurde dort keinerlei Wert auf Papiere von Hunden gelegt. Die Anschaffung von Hunden, die beim Nederlandse Herdershonden Club (NHC) NHC registriert waren, waren teurer als Hunde ohne Papiere und auch die Registrierung von Stammbaumwelpen war teuer, dementsprechend verbreitete sich der Hund ohne Papiere immer mehr.

Auch die Rassereinheit war nicht wichtig, es zählte ausschließlich die Leistung eines Hundes. Das x beim x-Herder steht dafür, dass es sich nicht um einen “reinen“ Hollandse Herder handelt, sondern dass auch andere Rassen enthalten sind. Meistens war/ist diese andere Rasse der Malinois, welcher den gleichen Ursprung hat wie der Hollandse Herder. Als der NHC 1914 die Fellfarbe gelb aus dem Standard nahm, wurden die gelben Hunde ab sofort als Belgische Schäferhunde gehandelt, bei den Züchtern der KNPV Hunde aber genauso weiter mit in die Zucht genommen wie bisher.

Auch heute noch verpaaren die Züchter der KNPV nicht nur gestromte Hunde miteinander, sondern auch gestromte und gelbe. Aus diesem Grund können im gleichen Wurf ohne weiteres gestromte und auch gelbe Welpen fallen. Die gestromten Hunde nennt man dann x-Hollandse Herder und die gelben x-Mechelse Herder oder x-Mechelaar. Ganz vereinzelt fallen auch komplett schwarze Welpen oder blaue.

Die x-Herder, deren Eltern auch im KNPV Programm gearbeitet und geprüft wurden, nennt man auch KNPV Herder. x-Herder, deren Eltern nicht im KNPV Programm stehen, sind x-Hollandse Herder, die aus KNPV Linien stammen. Dieser Unterschied mag kleinlich klingen, aber das KNPV Programm hat einen starken selektiven Charakter, welcher die KNPV-Herder zu dem formte, was sie noch heute sind. Entfällt diese Selektion, verändert sich automatisch das "Produkt" der Zucht, mal mehr, mal weniger. Das muss nicht schlecht sein, es ist halt nur anders und nach anderen Maßstäben geformt.


Hollandse Herder xHerder Fleisch

Geschichte FCI

Herkunft - Reinzucht



In seiner heutigen Form ist der Holländische Schäferhund seit Beginn des 18. Jahrhunderts bekannt. Auch nach Australien kamen damals Schäferhunde mit holländischen Siedlern, die dann beim Aufbau der australischen Schäferhundezucht (Kelpie und Cattle Dog) mitgewirkt hatten.
Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts begann sich die Kynologen in den Niederlanden für die einheimischen Schäferhunde zu interessieren.
In Deutschland war es Rittmeister M. v. Stephanitz, der dem stockhaarigen Deutschen Schäferhund zu internationaler Anerkennung verhalf. In Belgien führte Prof. Reul den Belgischen Schäferhund zur Reinzucht.

Am 11./12.04.1874 erschien der erste "Inländische Hirtenhund" auf einer Ausstellung in Amsterdam.


Schäfer mit Herder1875 erschien eine erste Rassebeschreibung, die wie folgt lautete: mäßig groß, schlank, aber kräftig gebaut und ziemlich hoch auf den Läufen. Der Kopf ist lang mit hoher Stirn und spitzer Schnauze; die Augen liegen tief im Kopf; die Ohren stehen aufrecht, manchmal an der Spitze auch überhängend; die Rute ist kräftig behaart mit einer leichten Fahne auf der Unterseite und wird waagrecht, in der Erregung etwas gekrümmt angehoben getragen; der Ganze Körper ist mit dichtem Rauhaar bedeckt; vorherrschende Farben sind Gelbbraun, Dunkelgrau oder Schwarz. (Diese Beschreibung könnte den Schapendoes wie auch den Hollandse Herdershond betreffen)
1878 fand eine zweite Hundeausstellung statt. Im Ausstellungskatalog stand nun nicht mehr "Inländischer Hirtenhund" sondern "Hollandse Herdershond", welches einiges an Verwirrung stiftete, da der Hund nicht ein "Holländer", sondern ein "Niederländischer Schäferhund" war, der sein Verbreitungsgebiet in Brabant, die Veluwe, t´-Gooi und Drenthe hatte, dort also zuhause war und nicht in den holländischen Provinzen, in denen es keine Heidegebiete gab. (Holland ist das Gebiet zwischen der Mündung der Maas und der Zuidersee und zerfällt in die Provinzen Süd-Holland mit der Hauptstadt Den Haag und Nord-Holland mit der Hauptstadt Haarlem.

Hollandse Herder
Zwischen 1890 und 1900 wurden vereinzelt Bauern- und Schäferhunde ohne bekannter Abstammung auf den zunehmenden Hundeausstellungen gesichtet. 1892 wurde in Belgien der "Club für Belgische Schäferhunde" gegründet, mit einer im Vorjahr bestehenden Anzahl von 117 zuchttauglichen Hunden., selektiert nach vier Varietäten, dem langhaarigen schwarzen Groenendael, dem rauhaarigen Laeken, dem kurzhaarigen braungestromten Mechelars (Malinois) und dem langhaarigen braunroten Tervueren.

 

 

 

 

 

Zwischen 1874 und 1898 kamen trotz zunehmendes Interesse der niederländischen Kynologen nicht mehr als zehn einheimische Schäferhunde zuHollandse Herder Ausstellungen.

Am 13. Mai 1898 versammelten sich 12 Freunde des Niederländischen Schäferhundes, um Vorbereitungen für eine Vereinsgründung zu treffen.

Am 12. Juni 1898 erfolgte in Utrecht durch 17 Personen die Gründung des „Nederlandse Herdershonden Club (N.H.C.)“. Die Rassekennzeichen wurden dabei wie folgt festgelegt: sechs verschiedene Varietäten: Kurzhaar, Mittellanghaar, Langhaar mit aufstehendem Haar, Langhaar mit fallendem Haar, Stichelhaar, Rauhaar. Züchtung nach Gebrauchstüchtigkeit; Farbe und Haarart kann dabei vorläufig außer Acht gelassen werden; alles erlaubt – einschließlich weiße Abzeichen am Kopf, an den Läufen und der Rutenspitze. Die Gebrauchstüchtigkeit der Rasse sollte voll erhalten bleiben. Da der Standard zu weit gefasst und die Vorstellungen, wie der Hund aussehen sollte, zu ungenau waren, gab es folglich in der Zucht Probleme, denn die Hunde waren im Typ zu klein, zu leicht und zu windhundartig.

1906 wurde der Standard diesbezüglich nochmals gründlich überarbeitet: anstatt 6 Varietäten nur noch 3, der Kurzhaar, Langhaar und Rauhaar. Größe mindestens 55cm für Rüden und 50 cm für Hündinnen.

Hollandse Herder RauhhaarWeiße Abzeichen am Kopf nicht erlaubt, lediglich auf Brust und Zehen erlaubt. Da die Schäfer und Bauern immer noch wenig Interesse an einer Reinzucht ihrer Hunde hatten und für sie alleine die Gebrauchstüchtigkeit zählte, dadurch auch keinerlei Initiative gezeigt wurde, traten Präsident und verschiedene Vorstandsmitglieder von ihren Ämtern zurück. Anders war es in Deutschland bei den Deutschen Schäferhunden (unter Rittmeister v. Stehpanitz) und in Belgien bei den Belgischen Schäferhunden (unter Prof. Reu)l, denn die Anzahl dieser reingezüchteten Schäferhunde stieg stetig an. Der Fleiß dieser Züchter aus den Nachbarländern schadete dem Holländischen Schäferhund enorm. erfolgte in Utrecht durch 17 Personen die Gründung des "Nederlandse Herdershonden Club (N.H.C.)".

1907 richtete der damalige Sekretär des Club´s, Clarion ein Rundschreiben an den Kriegsminister und an die Polizeikommissariate, mit dem Hinweis auf die Eignung des Holländischen Schäferhundes als Polizei- und Kriegshund, denn mit dem Verschwinden der großen Schafherden und der Umwandlung der großen Heidegebiete in Ackerland verloren die Hunde weitgehend ihr angestammtes Arbeitsgebiet. Aufgrund dessen stellte die Polizei Holländische Schäferhunde als Spurenhunde und zu Überwachsungszwecken ein. Aber auch als Blindenführhunde bewährten sie sich.

Hollandse Herder
1910 empfahl L. Seeger (einer der bekanntesten Kenner der damaligen Schäferhundzucht in Holland), um die Rasse von den Belgiern abzugrenzen, den schwarzen Schlag aus der Zucht zu nehmen, somit nicht mehr zu erlauben. Die Züchter sollten sich auf den kastanienbraunen Hund konzentrieren. Später schlug er vor, fortan nur noch hell- und dunkelgestromte Hunde zu züchten, damit sie sich eindeutig von den Belgischen- und Deutschen Schäferhunden unterscheiden konnten. Hierdurch konnte er seine eigene Identität und Einzigartigkeit erhalten.
Vor dem ersten Weltkrieg wurden Deutsche Schäferhunde eingekreuzt, damit der Holländer mehr an Größe und Substanz erhalten konnte. Es brauchte danach aber auch viel geduldige Arbeit, die Kreuzungsprodukte wieder aus der Zucht zu eliminieren.

Ab 1914 wurden alle weißen Abzeichen aus dem Standard gestrichen. Zugelassen waren nur noch hell- und dunkelgestromt, gold und silbergestromt für den Kurzhaar; blaugrau, Pfeffer und Salz, hell- und dunkel-gestromt für den Rauhaar und kastanienbraun, gold- und silbergestromt für den Langhaar.




Zwischen 1918 und 1937 wurden noch 18 Kurzhaarhunde unbekannter Abstammung in das Niederländische Hundestammbuch aufgenommen. DanachHollandse Herder wurde es geschlossen. 1935 beschloss der Club, die zulässigen Farben zu erweitern, um so einer unerwünschten Verengung der Zuchtbasis vorzubeugen. Erlaubt waren wieder gelb, rot, braun und grau bei dem Kurzhaar; gelb, rot und aschgrau bei den Rauhaar. Mit Beginn des "Zweiten Weltkrieges" wurde vieles in der Zucht zunichte gemacht, was vordem mühsam aufgebaut wurde.

1960 wurde der Standard nochmals abgeändert, da sie den Belgiern zu sehr ähnelten. Erlaubt waren danach nur noch die Farben: beim Kurzhaar Gold- und Silberstromung; beim Rauhaar blaugrau und Pfeffer-Sals und beim Langhaar Gold u. Silberstromung. Kastanienbraun wurde wieder gestrichen. In diesem Jahr erkannte auch die FCI den Holländischen Schäferhund als eigenständige Rasse an. Immer wieder wurde über die zulässigen Haararten diskutiert. Die Kurzhaarigen sollten zugunsten der Rauhaarigen aus dem Standard gestrichen werden, oder ein Einheitsstandard sollte für alle drei Varietäten verfasst werden. Der Belgische Schäferhund wurde derzeit immer wieder eingekreuzt und es wurde darüber nachgedacht, Belgier und Holländer zusammenzulegen zu einem "Brabanter Schäferhund", welches aber kaum Zustimmung bei den Belgiern gefunden hätte.
In den 60ziger Jahren erholte sich die Zucht. Dies belegen auch die Eintragungen ins NHSB: Zwischen 1961 und 1968 wurden 332 Kurzhaar, 357 Rauhaar und 57 Langhaar eingetragen.



Herkunft - Reinzucht - Langhaar:

Hollandse Herder Langhaar
Stiefkind der Rasse blieb lange Zeit der langhaarige Schäferhund.
1898, bei Klubgründung war P. Drost aus Haarlem zwar nicht der einzige anwesende Langhaarzüchter, aber mit seinem Zwinger "van Haarlem" der bedeutendste. Neben einigen Kurzhaar-Hunden hatte er auch noch fünf Langhaar-Hunde.
In den Jahren 1903-1905 standen zehn Langhaar-Hunde aus dem Zwinger "van Haarlem" in den Büchern, die meisten davon waren gestromt.
1906 waren auf einer Ausstellung in Haarlem nur noch einige wenige Langhaar in guter Qualität vorhanden. Dies zeigte nach einem guten Start den Rückgang der Langhaarzucht.



1907 schrieb der Sekretär des Clubs, H. J. Clarion, dass der Langhaar immer seltener und kaum in guter Qualität gesichtet wird. 1908 - 1909 gab es noch weniger vom Langhaarschlag.
1910 schrieb Clarion: "Die Langhaarigen verschwinden total". 1906 wanderte der Züchter P. Drost in die USA aus, was dazu führte, dass innerhalb von 5 Jahren die Zucht dieser schönen Varietät praktisch zusammengebrochen und auf Null abgesunken war. P. Drost kam wohl bis 1908 nochmals für kurze Zeit zurück, aber trotzdem war dies fast das Ende der Langhaarzucht. Vereinzelt erschienen noch Langhaar- Hunde auf den Ausstellungen, aber von einer kontinuierlichen Zucht konnte keine Rede mehr sein. "Margando" der kurzhaarige Champion (gew. am 10.04.1920) zeugte zwar noch mit zwei verschiedenen Hündinnen recht schöne langhaarige Nachkommen, unter denen vor allem "Brutus" und "Olivia" zu nennen waren. "Brutus" wurde aber 1928 gestohlen und tauchte nie wieder auf. Mit "Olivia" wurde 1929 mit einem Langhaarigen Rüden unbekannter Herkunft ein Wurf mit drei Rüden und vier Hündinnen gezüchtet. Der Eigentümer von "Margando" und der Züchter von "Margando Brutus", A. M. A. Verhaar, berichtete über diesen bemerkenswerten Wurf 1929 in der Zeitschrift "De Hond". Die dem Bericht beigefügten Fotos zeigten recht schöne und typische Langhaar-Hunde. Von einem weiteren Wurf von "Bello" und "Olivia" vernahm man später nichts mehr. So ging wertvolles Zuchtmaterial spurlos verloren und man nahm an, der langhaarige Holländische Schäferhund sei endgültig ausgestorben, bis dann 1933 wieder ein Rüde unbekannter Abstammung auftauchte. Der damalige Clubsektretär J. F. W. Turion, schrieb in "De Hond" zu diesem Fund: "Wenn wir nun nicht sofort etwas unternehmen, wird der langhaarige Holländische Schäferhund endgültig der Vergangenheit angehören." (Foto rechts u. links "Falco"; er gilt als der Stammvater der gegenwärtigen langhaarigen Holländischen Schäferhunde; die Zeichnung rechts stammt von H. Thierer, 1934, Eigentum von Dr. L. F. Triebels. Aus L. F. Triebels und Lia Helmers-de Regt, De Hollandse Herdershond, 1982).

Da die Königinmutter Emma an "Falco", der vermutlich aus Brabant kam, Gefallen fand, holte sie ihn um 1933 als Wächter ins königliche Schloß nach Soestdijk. 1938 gab es noch einen zweiten langhaarigen Rüden unbekannter Herkunft. Derzeit glaubte der "Nederlandse Herdershonden Club", den Langhaar nicht mehr retten zu können. Aber ein pensionierter Tierarzt namens Dr. W. v. d. Akker, der aus Niederländisch Indien (er züchtete in den Kolonien Deutsche Schäferhunde) in die Heimat zurückkehrte, teilte diese Meinung nicht.

1937 trat er als Langhaarzüchter dem N.H.C. bei.

1939 erhielt er durch die Vermittlung von Ir. J. Voskens in Tilburg eine weitere Hündin unbekannter Abstammung aus Loon-op-Zand.
1939 züchtete er einen Wurf mit dem königlichen "Falco" und der Hündin "Addri van het Eigen Land". "Addri" und "Falco" waren somit die Stammeltern des modernen Holländischen Langhaar-Schäferhundes. Da leider "Falco" in den Kriegswirren am 10.05.1940 getötet wurde, war dieser Wurf praktisch die letzte Gelegenheit zur Rettung der Rasse. Leider wurde eine schöne goldbraun gestromte Hündin aus dem Wurf überfahren und zwei wunderschöne Rüden starben an Staupe. Da Dr. v. d. Akker nicht aufgeben wollte und sein Ziel hartnäckig weiter verfolgte, suchte er weiter nach langhaarigen Hunden unbekannter Abstammung. Auch den erworbenen Hunden gab er seinen Zwingernamen, so das im nachhinein schwerlich zu rekonstruieren ist, welche Hunde von v. d. Akker selbst gezogen wurden. 10 bis 15 Jahre lang züchtete er im Alleingang langhaarige Holländische Schäferhunde, ohne diese ins Zuchtbuch eintragen zu lassen und ohne den Club über seine Zuchtergebnisse zu informieren, denn er duldete keine Einmischung und konnte so unbehelligt und ohne befolgen von Vorschriften seitens des Clubs seine Ziele verfolgen, was sich im nachhinein als segenreich und Rettung der Langhaarigen erwiesen hatte. Zuchtziel von Dr. v. d. Akker war ein flinke, beweglicher, schön behaarter, gestromter Hund mit gutem, zuverlässigem Charakter. 1951 stellte er erstmals seine Zuchthunde auf einer Ausstellung des N.H.C. in Utrecht aus. Es waren nicht die einzigen Langhaar-Hunde, die während und nach dem Kriege gezüchtet wurden.

Zwischen 1945 und 1949 wurden unabhängig von Dr. v. d. Akker von den Züchtern Arb in Tilburg und v. d. Klundert in Udenhout drei Würfe unbekannter Abstammung gezüchtet, die leider wieder weitgehend für die Zucht verloren gingen. 1948 stellten die beiden ihre Hunde bereits aus.
Der Zuchtstamm, den Dr. v. d. Akker aufgebaut hatte, blieb weiterhin bestehen. Weit über sein achtzigsten Lebensjahr hinaus blieb Dr. v. d. Akker als Richter und als Züchter aktiv. Er starb 1979 im hohen Alter von 96 Jahren. Damals gab es in den Niederlanden wieder an die 200 langhaarige Holländische Schäferhunde. Seine Tochter führte den Zwinger "Van het Eigen Land" noch eine zeitlang weiter. Zweimal 1966 und 1967 wurden, um die schmale Zuchtbasis der Langhaarigen zu verbreitern, mit der Zustimmung des Raad van Beheer "Kurzhaarige" eingekreuzt. 1984 wurde auch ein Belgischer Schäferhund-Rüde (Tervueren) eingekreuzt, um die Zuchtbasis noch mehr zu verbreiten, sowie Maske und das Stehen der Ohren zu verbessern. Ab 1971 wurde kein Schäferhund unbekannter Abstammung mehr ins Niederländische Hundestammbuch eingetragen. Von 1944 bis 1960 wurden nur insgesamt 16 Hunde eingetragen, zwischen 1961 und 1968 immerhin schon 57 Hunde. Im Jahr 1980 fielen drei Würfe mit 17 Welpen, 1981 fünf Würfe mit 32 Welpen. Heute scheint die Zucht der langhaarigen Varietät gesichert zu sein, obwohl die Anzahl der Welpeneintragungen in Holland in den letzten 10 Jahren bei nur ca. 70 - 100 Welpen pro Jahr lag.

Drei Hollandse Herder

(Quelle für Geschichte und Reinzucht: größtenteils aus dem Buch "Enzyklopädie der Rassehunde" von Hans Räber - Band 1; Kosmos Verlag entnomen)

Der FCI Hollandse Herder

Der Hollandse Herder (FCI) ist eine seit 1960 von der FCI anerkannte Rasse der Gruppe 1: Hüte- und Treibhunde (Schäferhunde, Treibhunde). Es gibt einen Standard, ein Zuchtbuch, Papiere und alles was zu einer anerkannten Rasse dazu gehört.

 

Hollandse Herder Lotus Havrevingens (Pit)

Er wurde ursprünglich zur Arbeit an der Herde und als Wächter für Haus und Hof genutzt und braucht auch heute seine “Aufgabe“ um ausgelastet zu sein. Mit einfachen Gassigängen, ist der Hollandse Herder nicht zufrieden. Welche Aufgabe ihm zugeteilt wird ist zweitrangig, Hauptsache er bekommt die Möglichkeit seine Energien umzusetzen. Ob dies beim Agility, beim Obedience, beim VPG oder auch Dogfrisbee geschieht ist in den meisten Fällen egal, solange der Hollandse Herder nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert wird.

Ich möchte hier einmal die Charaktereigenschaften des Hollandse Herder laut Standard etwas näher erläutern um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen.

Laut Standard ist der Hollandse Herder anhänglich, gehorsam, folgsam, wachsam, arbeitsfreudig, sehr treu und zuverlässig, anspruchslos, von großer Ausdauer, stets aufmerksam, aktiv und mit den Eigenschaften eines echten Schäferhundes ausgestattet.

Bei guter Behandlung ist der Hollandse Herder ein sehr anhänglicher Hund. Er möchte möglichst immer bei seinem Rudel, seiner Familie sein. Dies bedeutet nicht, dass er nicht ein paar Stunden alleine sein kann wenn man es ihm geduldig und möglichst von klein auf in kurzen Abschnitten beibringt.

Ein Hollandse Herder ist gehorsam und folgsam sofern er eine geduldige und konsequente Erziehung genossen hat. Der Hollandse Herder ist ein Hund mit einem gewissen Triebpotenzial, welches man sehr gut zur Erziehung und Ausbildung nutzen kann. Für ein Leckerchen oder ein aufregendes Spiel wird er eine Menge tun und versteht man es durch Motivation und Konsequenz die hohe Arbeitsfreude des Hollandse Herders in die richtigen Bahnen zu lenken ist er ein treuer, stets aufmerksamer und zuverlässiger Begleiter.

Der Hollandse Herder ist unter anderem im Bezug auf die Pflege ein anspruchsloser Hund. Es bedarf keiner aufwändigen Fellpflege, ab und zu mit einem Tuch abreiben oder kurz überbürsten reicht ohne weiteres. Nur im Fellwechsel sollte man die Bürste ein wenig häufiger nutzen um lose Haare zu entfernen, der Staubsauger wird es einem danken. Auch so ist der Hollandse Herder recht anspruchslos. Normales Futter, ein Schlafplatz und genügend Auslastung bei seinen Menschen reichen um einen Vertreter dieser Rasse glücklich zu machen.

Hollandse Herder aikas mystery devil bacio seppAls aktiver Hund, der der Hollandse Herder sein muss um seinen Aufgaben als Schäferhund nach kommen zu können, ist er stets wachsam und von großer Ausdauer. Dies sollte man auch bedenken wenn man sich für einen Hollandse Herder entscheidet, denn dies bedeutet zum Beispiel auch, dass der Hollandse Herder anschlägt, also bellt wenn fremde Personen an der Wohnungstür vorbei gehen. Das bedeutet sicherlich nicht, dass der Hollandse Herder ein Kläffer ist aber er meldet wenn ihm etwas auffällt was fremd ist und er kann sehr gut unterscheiden zwischen den üblichen Geräuschen der ihm bekannten Hausbewohner, die ihn meist nicht einmal aufschauen lassen und den Geräuschen von Fremden.

Der Hollandse Herder begleitet seinen Menschen gerne beim Rad fahren, beim Joggen oder sonstigen sportlichen Tätigkeiten, man sollte sich jedoch bewusst sein, dass körperliche Bewegung alleine für einen solchen Hund nicht ausreicht um ausgelastet zu sein. Ein Hund dieser Rasse muss auch geistig gefordert werden um sicher zu stellen, dass er sich nicht selber ein Betätigungsfeld sucht wie zum Beispiel das Zerstören von Möbelstücken und sonstiger Inneneinrichtung. Aus diesem Grund ist es angeraten mit einem Hollandse Herder Hundesport zu betreiben. Welcher Sport geeignet ist hängt vom einzelnen Hund, vor allem aber auch von seinem Menschen ab. Hat der Mensch Spaß an dem was er mit seinem Hund gemeinsam tut und erarbeitet, dann hat es der Hund meist auch.

Es gibt sicherlich keine Hundesportart für die sich der Hollandse Herder nicht eignen würde nur hier sei auch wieder bedacht, dass eine Sportart die ausschließlich das körperliche Bewegungsbedürfnis des Hundes befriedigt als alleinige Auslastung bei den meisten Exemplaren dieser Rasse nicht ausreicht aber zum Ausgleich, zum Konditionsaufbau oder einfach zusätzlich zum Spaß ist alles möglich.

Wer sich für einen Hollandse Herder entscheidet, der hat einen tollen aktiven und sportlichen Begleiter, der eigentlich alles mitmacht und jeden Weg mit geht, den sein Hundeführer geht. Wer jedoch nur einen Hund als reines Familienmitglied sucht, der sich mit möglichst kurzen Gassirunden zufrieden gibt und keinerlei Ansprüche an die Erziehung stellt, der ist sicherlich mit einer anderen Rasse besser beraten.

Den Hollandse Herder gibt es in drei verschiedenen Varietäten, nämlich Kurzhaar, Langhaar und Rauhhaar wovon der Kurzhaar am verbreitetsten ist. Dem Langhaar sagt man eine größere Sensibilität nach und der Rauhhaar soll die Varietät mit dem ursprünglichsten Wesen sein.

Der x Hollandse Herder

 

Es gibt es noch eine zweite “Spezies“ Hollandse Herder, eben den x-Hollandse Herder. Der x-Hollandse Herder ist nicht nach Maßgaben der FCI gezüchtet und gilt bei den Hundesportverbänden offiziell als Mischling. Der Ursprung des x-Hollandse Herders ist die Königlich Niederländische Polizeihunde Vereinigung (KNPV)

Oft wird bei x-Hollandse Herdern automatisch vom KNPV Herdern gesprochen, jedoch sollte man bedenken, dass Hunde, die nicht mehr durch die Ausbildung im KNPV selektiert werden, keine typischen KNPV Herder mehr sind. Ihre Selektion geschieht nach anderen Maßstäben, deshalb sollte man hier bei dem Begriff x-Hollandse Herder, im allgemeinen nur x-Herder genannt, bleiben. Von KNPV Herdern kann man sprechen, wenn zumindest ein Elternteil seine Prüfung in der KNPV gemacht hat. Oft hat nur der Deckrüde eine solche Prüfung, weil gerade die Holländer oft Hündinnen ausschließlich nach ihrer Blutlinie auswählen.

Das X in der Bezeichnung x-Herder steht dafür, dass auch andere Rassen eingekreuzt wurden, der Hund also nicht rasserein ist. Meist handelt es sich bei den eingekreuzten Rassen um den Malinois oder den x-Mechelaar.

 

 

Hollandse Herder Arrak vom Ebelsberg